Was Sie tun können

Noch haben wir es in der Hand, die „Regenwälder der Meere“, die Korallenriffe zu retten – oder was von ihnen übrig ist. Wenn wir heute handeln.

Ihr Beitrag zum Schutz der Korallenriffe:

Halten Sie kein Meerwasser-Aquarium
Falls Sie unbedingt ein Aquarium wollen, ziehen Sie ein Süsswasseraquarium in Betracht. 90 Prozent der Süsswasserfische können gezüchtet werden.

Essen Sie keine Korallenfische
Weder zuhause, noch während der Ferien: Jährlich verbringen Millionen von Touristen ihre Ferien an einem tropischen Meer, sprich an einem Korallenriff. Wenn alle Touristen auch nur einmal in den Ferien Korallenfisch essen, sind das Millionen von Fischen, die dem nahen Korallenriff fehlen. Der Lebensraum verarmt und die lokale Bevölkerung wird früher oder später keine Fische mehr fangen, weil das Korallenriff ausgefischt ist. Und ohne Fische stirbt auch das Korallenriff.

Curios_IgelfischKaufen Sie keine Riff-Souvenirs
Weder Korallen, noch Muscheln, Schnecken oder Seepferdchen. Korallen sind geschützt; dieser Schutz sollte respektiert werden.

Muscheln- und Schneckenschalen glänzen so schön, weil sie lebend gefangen und für den Verkauf getötet wurden. Am Strand herumliegende, leere Muscheln und Schnecken sind abgewetzt und matt gefärbt. Aber auch diese Schalen sind für die Sandbildung und somit die Stabilisierung der Korallenriffe wichtig. Lassen Sie sie lieber liegen.

Ein Beispiel: Das bis zu 40 cm grosse Tritonshorn (Charonia tritonis), eine Schnecke, ist einer der wenigen Feinde der Dornenkrone (Acanthaster planci), ein Seestern, der Steinkorallen frisst. Fehlt die schöne Schnecke, weil sie für den Souvenirhandel ausgefischt wurde, können die Dornenkronen-Seesterne dem Korallenriff grossen Schaden zufügen.

Grossaquarien
Besuchen Sie keine Aquarien oder Zoos mit Aquarien. Oder fragen Sie bei einem Besuch nach, woher die Tiere stammen, wie oft sie ersetzt werden und wie sie gefangen wurden.

Auch Grossaquarien beziehen die allermeisten Tiere aus der Wildnis. Dies gilt auch, wenn Aquarien ihre Fische untereinander austauschen. Der Austausch von Fischen hat auch wilde Korallenfische als Ursprung.

Und zu guter Letzt: Essen Sie keine Krustentiere wie Garnelen (Shrimps).
Häufig stammen die Krustentiere aus Aquakulturen, die dort gebaut wurden, wo früher Mangroven-Wälder standen – eine weitere Kinderstube vieler Korallenfische.

Dazu kommt: Das Kohlendioxid (CO2), das durch die private Mobilität, auch durch Reisen zu tropischen Feriendestinationen, ausgestossen wird, trägt dazu bei, dass die Meere saurer werden. Dadurch können die Korallenriffe weniger Kalk einlagern wachsen immer schlechter. Fliegen Sie möglichst  wenig. Unterstützen Sie, falls Sie doch fliegen, z. B. www.myclimate.org, und tragen so zur Kompensation des ausgestossenen CO2 bei.

Wenn Sie trotzdem an einem tropischen Meer sind, geniessen Sie die lebendigen Korallenriffe bei einer Glasboden-Bootsfahrt, bei einem Tauchgang oder beim Schnorcheln. Hier ein paar Tipps für ein korrektes Verhalten im Korallenriff: Comic