Handel

Aquarium_Rifffische

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Der Handel mit Korallenfischen begann in den 1930er Jahren auf Sri Lanka und den Philippinen. In den 50er Jahren nahm er kommerzielle Ausmasse an und wuchs bereits in den 70ern zum millionenschweren Industriezweig heran. Überall in tropischen Gewässern etablierten sich Fischereien. Heute beliefern rund 50 Länder den Markt. Die wichtigsten Lieferanten sind Indonesien und die Philippinen. Die wichtigsten Abnehmer sind die USA, Europa und Japan.

Weltweit halten rund 2 Millionen Menschen ein Meerwasser-Aquarium und es gibt etwa 1‘000 Grossaquarien. Dazu kommen unzählige Zoos, Geschäfte und Restaurants, die ein Meeresaquarium besitzen.

Beraubt
Von den über 2‘000 gehandelten Korallenfischarten kann nur ungefähr ein Prozent gezüchtet werden.

Bis 2003 wurden laut UNO jährlich schätzungsweise 24 Millionen Korallenfische, 12 Millionen Steinkorallen und eine halbe Million Weichkorallen sowie rund 10 Millionen Wirbellose (Weichtiere, Garnelen und Anemonen) gehandelt. Heute dürften es weit mehr sein.

Internationale Handelszahlen basieren auf freiwilligen Auskünften von Händlern. Zwischen den Import- und Exportinformationen über die Korallenfische herrscht eine enorme Diskrepanz. So teilen Exporteure mit, 43 Prozent der marinen Zierfische stammten aus den Philippinen. Die Importeure aber geben an, die Herkunft von 81 Prozent der Importe nicht zu kennen.

Weltweit erzielt die Aquarienindustrie (inklusive Baumaterialien, Löhne usw.) gemäss FAO einen Umsatz von schätzungsweise 15 Milliarden US Dollar, wobei alleine die Korallenfische 90 Millionen US Dollar Wert sind.